Heiligabend 2011

Umzug an Heiligabend von Pelzmärtle und Christkindle

Die furchterregende Gestalt des Pelzmärtle wird von den Peitschern mit viel Krach begleitet, während das Christkindle von zwei jungen Frauen in aller Ruhe geführt wird.

Der seit vielen Jahren im Bad Wildbader Stadtteil Sprollenhaus gepflegte Brauch wurde schon zum Beginn des 20. Jahrhunderts gepflegt, über sein Entstehen gibt es allerdings unterschiedliche Erklärungsversuche. Der Pelzmärtle in seiner Strohmontur und mit Schellenketten behangen flößt zuerst einmal Angst ein. Allerdings ist er heutzutage nicht mehr so streng wie früher. Das Christkindle dagegen huscht in die Häuser, um dort die Geschenke an die Kinder zu übergeben. Beide tun dies allerdings für einen guten Zweck. Während früher Wurst, Käse, Eier, Brot und Alkoholisches von den besuchten Familien gegeben wurde, sammelt man heute Geld. Es kommt einem sozialen Zweck zugute, - dieses Mal der Mukoviszidose.

Dieses Jahr waren insgesamt 27 junge Leute – 19 mit dem Pelzmärtle und acht mit dem Christkindle – unterwegs, um den seit vielen Jahrzehnten bestehenden Brauch weiter zu pflegen.

Am 2. Weihnachtfeiertag konnte das stolze Sammelergebnis von 1200 € an Rita Locher, Gruppensprecherin der Regionalgruppe Pforzheim-Enzkreis, Nordschwarzwald übergeben werden.

Im Namen aller Betroffenen bedankte sich Rita Locher für diese großzügige Spende. Schließlich hatten die beteiligten jungen Leute am Heiligen Abend auf ihr Fest in der Familie freiwillig verzichtet, um hier zum Gelingen der guten Sache beizutragen.

Text: Rita Locher

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Der Pelzmärtle in seiner Strohmontur mit Schellenkette und Peitsche


Umgeben von den Teilnehmern überreicht Ingo Haag (Mitte) den Spendenscheck an die Regionalsprecherin der Mukoviszidose-Gruppe, Rita Locher, und deren Tochter Franziska.

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